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Wenn eine Familie in Deutschland eine größere Anschaffung tätigen muss und nicht das nötige Geld dafür hat, dann muss sie eben einen Kredit aufnehmen, um die Anschaffung bezahlen zu können. Für den Kredit werden neben der Tilgung natürlich auch Zinsen fällig. Dem Staat geht es mit der Staatsverschuldung nicht anders. Um wichtige Ausgaben für sein Funktionieren und bestehen am internationalen Markt gewährleisten zu können, musste Deutschland etliche große Kredite aufnehmen. Diese Kredite bewegten sich in Millionen bzw. Milliardenbereichen. Dass die Verzinsung dafür umso größer ausfällt, ist klar ersichtlich. Wie viele Billionen Euro Schulden Deutschland hat, lässt sich an der Schuldenuhr wunderbar ablesen. Hier sehen Sie auch, dass die Schulden in Deutschland pro Sekunde um etwa 1500 € (Stand Februar 2014) steigen. Wie hoch die Staatsschulden in Euro wirklich sind, ist davon abhängig, wie sie in ihrer Definition zusammengesetzt werden. Kriterien hierfür sind die Arten der Verschuldung und die öffentlichen Einheiten wie Gemeinden, Sondervermögen oder Einnahmen, die der Staat verbuchen kann.


Warum hat Deutschland Schulden?

Wie eine Familie in Deutschland ihr monatliches Einkommen besitzt, mit dem sie Miete, Benzin und Nahrung bezahlt, so hat auch der Staat sein Einkommen. Das sind die Steuern, die jeder Steuerzahler jährlich entrichtet. Wenn diese Einnahmen des Staates nicht mehr ausreichen, um die Ausgaben auszugleichen, dann muss Deutschland einen Kredit aufnehmen. Für diese Defizite hat Deutschland schon einige Kredite aufnehmen müssen. Die Entscheidungen, Kredite aufzunehmen, werden durch die von uns gewählten Politiker der Regierung getroffen. Aktuell belaufen sich die Schulden auf etwas mehr als zwei Billionen Euro. Das sind ganze zwölf Nullen. Die Entwicklung der Staatsverschuldung lief nach Angaben vom Bund der Steuerzahler in etwa so ab: Jahr Schulden in Milliarden Euro
  • 1987 – 43
  • 2007 – 1.490
  • 2008 – 1.600
  • 2009 – 1.700
  • 2010 – 2.036
  • 2011 – 2.088
  • 2012 – 2.114
  • 2013 – 2.130
  • 2014 – ?
Deutschland schuldet nicht nur den Banken selbst Geld, sondern auch anderen Staaten, bei denen es Kredite aufgenommen hat. Die Staatsschulden setzen sich aus den einfachen Kreditsummen und den dazu gehörigen Zinsen zusammen, die bei solchen Beträgen natürlich viel höher liegen als bei einem einfachen Privatkredit.


Geht die Schuldenuhr richtig?

Es gibt verschiedene Schuldenuhren, die ungefähr die gleiche Summe anzeigen und in gleichem Maße ansteigen. Wie hoch die aktuellen Schulden tatsächlich sind, kann aber niemand exakt voraussagen. Denn aufgrund neuer Reformen und Kredite im laufenden Jahr ist die momentane Steigung niemals ganz aktuell. Das bedeutet, die wirklichen Schulden können um mehrere Milliarden Euro vom gezeigten Wert abweichen. Die Neuverschuldung muss immer nach vorgelegten Ereignissen und Haushaltsplänen angepasst werden und ist dann schon nicht mehr aktuell. Die Zahlen der Staatsschulden von Deutschland steigen zudem tagsüber schneller als in der Nacht. Das liegt daran, dass die Mitarbeiter der Schuldenverwaltung nachts schlafen und die Werte in der Zeit nicht aktualisieren können. Die Schuldenuhr gibt also nur einen Richtwert an. An der Schuldenuhr lässt sich trotzdem sehr gut ablesen, wie unglaublich hoch die Staatsschulden und der aktuelle Schuldenstand sind. Ziel unserer Regierung ist es, die Uhr zum Stehen zu bringen, also das Einfrieren der Staatsverschuldung. Anschließend muss der Staat dafür sorgen, dass die Uhr wieder beginnt, rückwärts zu laufen.

Was kann man gegen die Staatsschulden tun?

Wer seine Schulden dauerhaft abbauen möchte, der muss dafür sorgen, dass die Einnahmen immer über den Ausgaben liegen. Der Staat hat nach der großen Weltwirtschaftskrise 2008 die Schuldenbremse fest im Grundgesetz integriert und sich damit selbst festen Regeln unterworfen. Das bedeutet, dass Bund und Länder bis zum Jahr 2020 dafür sorgen müssen, dass ab diesem Ultimatum keine neuen Schulden aufgenommen werden sollen. Die Verzinsung der Staatsverschuldung steigt natürlich weiterhin, aber wenn die Ausgaben der Länder und Kommunen so gering werden, dass die Einnahmen in die Schuldentilgung investiert werden können, beginnt die Schuldenuhr irgendwann wieder rückwärts zu laufen. Im Jahr 2013 musste der Staat alleine für die Zinsen seiner Verschuldung in Zahlen rund 35 Milliarden Euro ausgeben. Alles, was Deutschland an Schulden vorzuweisen hat, muss er also an Einnahmen wieder reinbringen. Das kann hauptsächlich nur aus den Steuern kommen, die jeder Bürger zahlt. Die nachfolgenden Generationen werden also mehr und mehr dafür arbeiten müssen, die Staatsschulden abzubauen.


Wofür gibt der deutsche Staat das Geld aus?
Die eingenommenen Steuern landen vorerst in der Staatskasse, wo sie als Guthaben auch positive Zinsen einbringen. Die Ausgaben erfolgen so, wie sie im Haushalt beschlossen werden. Das ist ein genauer Plan, welches Budget für welchen Bereich zur Verfügung steht. Dazu zählen deutsche Militäreinsätze, der Bau von Schulen, Renten, Arbeitslosenunterstützung, Verwaltung, etc. Es gibt also viele Posten, für die der Staat trotz Staatsverschuldung zahlen muss.